Wir verlassen das Dorf auf dem sogenannten „Camino de la Junta de los Ríos“. Dieser Weg ist Teil des „Camino a Lanteria“ – einer historischen Route, die einst von Maultiertreibern genutzt wurde, um die Alpujarra mit „El Sened“ (dem Marquesado del Zenete) zu verbinden. Über diesen Weg exportierten die Bewohner der Alpujarra Seide, Obst und Gemüse, während sie im Gegenzug Getreide importierten. Nachdem wir ein Stück auf einem Fahrweg zurückgelegt haben, führt uns ein Pfad den Hang hinab, der mehrere Schluchten quert. Dabei lassen wir den Felsen „Tajo del Campanario“ zu unserer Rechten liegen und erreichen schließlich die sogenannte „Junta de los Ríos“ – den Zusammenfluss von Río Chico und Río Grande, aus denen der Río Guadalfeo entsteht. An dieser Stelle sind die Ruinen einer Seidenmanufaktur aus der maurischen Epoche zu sehen. Sie liegen direkt unterhalb des Felsens „Tajo del Reyecillo“ (auf der anderen Seite des Río Grande), in dessen Nähe eine Höhle dem letzten König der Morisken, Aben Aboo, als Zufluchtsort und Versteck diente. Von hier aus führt der Weg zunächst auf der gleichen Strecke zurück, bis wir an die Abzweigung zum Bewässerungskanal (Acequia) gelangen; dort setzen wir unseren Weg fort.
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