„Sulayr“ – der Berg der Sonne – so nannten die Araber die Sierra Nevada; dieser Name wurde auch für den größten Rundwanderweg Spaniens gewählt. Die Wiederbelebung des alten Namens Sulayr ging damit einher, unzählige Pfade der Sierra aus der Vergessenheit zu holen. Auf diesen Wegen, die sich in mittlerer Höhenlage zwischen Gipfeln und Dörfern entlangziehen, durchwandern wir auf einer Strecke von 300 Kilometern die Umgebung dieses einzigartigen Gebirges. Wir folgen alten Saumpfaden und Forstwegen – traditionellen Routen, die schon von den verschiedenen Kulturen genutzt wurden, welche einst an den Hängen der Sierra siedelten. Der Rundweg umschließt das gesamte Massiv der Sierra Nevada in einer mittleren Höhe zwischen 1.800 und 2.000 Metern. Er führt über Bergrücken und durch Schluchten, vorbei an Wäldern und Wiesen, die zahlreichen Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum dienen und wo sich zudem Spuren früherer landwirtschaftlicher und viehwirtschaftlicher Nutzung finden lassen. All dies macht die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Abschnitt von Bérchules nach Valor entspricht der Etappe 8 (bzw. dem Durchgangsbereich Fuente del Espino / Bérchules). Es handelt sich um eine Bergtour mittleren Schwierigkeitsgrades mit einer Länge von 10 bis 15 Kilometern, die durch die mittlere bis hohe Gebirgsregion verläuft. Die Strecke weist einen beachtlichen Höhenunterschied im Aufstieg auf (bis zu 600–800 Meter, je nachdem, ob man im Ortskern startet oder direkt auf den oberen Forstweg einsteigt). Sie bietet außergewöhnliche Ausblicke auf die tiefen Täler der Alpujarra und die terrassierten Hänge sowie – an klaren Tagen – einen Blick bis zu den weiter südlich gelegenen Gebirgszügen.
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